Wissenschaftliche Evidenz zur Misteltherapie

Seit 1980 wurden insgesamt 30 klinische Studien mit Mistelpräparaten von Helixor durchgeführt. Die meisten hatten das Ziel zu prüfen, ob sich mit einer Misteltherapie die Überlebenszeit verlängern und/oder die Lebensqualität verbessern lässt.

Das Spektrum der Tumorerkrankungen ist weit gefächert: untersucht wurde die Misteltherapie bei Patienten mit

  • Brustkrebs in verschiedenen Stadien
  • Lungenkrebs
  • Darmkrebs in verschiedenen Stadien
  • chronisch-myeloischer Leukämie
  • Eierstockkrebs
  • Pleurakarzinose (krebszellhaltigen Wasseransammlungen zwischen Lungen- und Rippenfell)
  • malignem Lymphom
  • malignem Melanom ("schwarzer" Hautkrebs)
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs

Von diesen 30 Studien sind vor allem vier herauszuheben:

  1. Studie von Piao et al. (2004) an insgesamt 224 PatientInnen mit Brust-, Eierstock- und nichtkleinzelligem Lungenkrebs: Eine der wichtigsten Studien zur Anwendung der Misteltherapie, weil sie die Kriterien einer modernen Studie nach den Standards der evidenz-basierten Medizin erfüllt. Sie zeigte, dass die Misteltherapie die Lebensqualität signifikant verbessern und die Nebenwirkungen der Chemotherapie verringern kann.
  2. Studie von Auerbach et al. (2005) mit 20 Brustkrebs-Patientinnen: Auch an dieser relativ kleinen Studie wurde deutlich, dass eine Misteltherapie Nebenwirkungen der Chemotherapie, vor allem negative Einflüsse auf wichtige Immunzellen, abmildern kann. Der Bedarf an weiteren Medikamenten sank.
  3. Studie von Tröger et al. (2010) mit 65 Brustkrebs-Patientinnen im Stadium I-III: Ebenfalls eine methodisch hochwertige Studie, die bewies, dass eine Misteltherapie die Lebensqualität während einer Chemotherapie signifikant verbessern und möglicherweise negative Einflüsse der Chemotherapie auf die Zahl weißer Blutkörperchen abschwächen kann.
  4. Studie von Mansky et al. (2010) bei PatientInnen mit fortgeschrittenen soliden Tumoren in Brust, Darm, Bauchspeicheldrüse und Lunge: Diese Studie zeigte, dass die Mistel die Wirkung einer Chemotherapie nicht beeinträchtigt, sondern ihre Wirksamkeit eher sogar noch erhöhen kann, weil das Zellgift (hier: Gemcitabin) aufgrund der durch die Mistel verbesserten Verträglichkeit höher dosiert werden kann.